KLIMA

 
Klima und Gesundheit in enger Wechselbeziehung
 
Unwissenschaftlich ausgedrückt könnte man sagen...

"Unwissenschaftlich ausgedrückt könnte man sagen, dass Urlauber und Wissenschaftler aus dem gleichen Grunde die Kanarischen Inseln besuchen: wegen des guten Wetters."

Dieser Satz stammt nicht etwa aus einem Reiseprospekt, sondern von Altbundespräsident Richard van Weizsäcker. Gesagt hat er ihn im Juni 1985 anlässlich der Einweihung der internationalen Sternwarten auf Teneriffa und La Palma.

Was van Weizsäcker hier auf einen ganz einfachen Nenner gebracht hat, sind die besonderen meteorologischen Bedingungen auf den Kanarischen Inseln, die praktisch weltweit einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung des Alls bieten. Hier strahlen die Sterne am hellsten, denn die besonders reine Luft verschafft den Wissenschaftlern überaus günstige Beobachtungsbedingungen.

Der sonnenhungrige Urlauber sucht wolkenlose Ferientage und die Astrophysiker eine Gegend mit möglichst vielen sternklaren Nächten – denn wo Wolken auftreten, ist es, als zöge sich ein gigantischer Vorhang vor das Fenster ins All.

Wie ein frisch geputztes Fenster
Doch nicht nur die vielen sternklaren Nächte haben die Wissenschaftler bewogen, ihre Forschungszentren auf die Kanarischen Inseln zu verlegen.

Ebenso wichtig ist für sie die "Qualität des Himmels", und da rühmen sie den kanarischen Archipel in aller Welt. Darunter zu verstehen ist die ganz besonders reine Luft, die auf den Inseln gegeben ist. Der Passatwind, von den Insulanern seit Menschengedenken der "Alisio", der "Elysische Wind" genannt, kommt frei von jeglichen Schmutzpartikeln über den Atlantik zu den Inseln und bewirkt, dass die Astronomen hier eine "Himmelsqualität" vorfinden, die einem frisch geputzten Fenster gleicht.
(Auszug aus dem "Wochenspiegel" vom 15.12.94)

 

 

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